Birkenzipfelfalter (Thecla betulae)

Birkenzipfelfalter Aussehen: Unverwechselbar. Oberseits braun, Weibchen mit orangerotem, nierenförmigem Fleck auf den Vorderflügeln. Unterseits orange mit weißen Linien und oranger Binde.
Flügelspannweite: 3,2–3,7 cm
Flugzeit: 1 Generation von Ende Juli bis September.
Verbreitung: In ganz Deutschland verbreitet.
Lebensraum: Laubwald oder Buschland mit Schlehenbeständen; besonders blütenreiche, besonnte Laubwaldränder mit hohem Schlehengebüsch.
Überwinterung: Ei
Rote Liste:
Photo: Cochem, RLP, 09.08.2003

Beschreibung

Der Birkenzipfelfalter ist unsere größte Zipfelfalterart und durch die orange gezeichnete Unterseite unverwechselbar. Auf der Oberseite sind die Falter braun, wobei die Weibchen auf den Vorderflügeln einen nierenförmigen, orangen Fleck aufweisen, der der Art im Volksmund den Namen Nierenfleck eingebracht hat.

Man findet den Birkenzipfelfalter in ganz Deutschland in vorwiegend ländlichen Gebieten entlang von Waldrändern oder auf Buschland mit reichem Vorkommen von Schlehen (Prunus spinosa), von denen sich die Raupen ausschließlich ernähren. Die Falter halten sich die meiste Zeit im Gebüsch auf, wo sie sich gelegentlich mit geöffneten Flügeln sonnen. Hin und wieder besuchen sie auch Blüten, an denen sie gewöhnlich minutenlang verweilen und dann leicht zu beobachten sind, zumal sie sich nur schwer aufscheuchen lassen. Die Falter sind so »zutraulich«, daß sie sich mit etwas Geschick sogar auf den Finger nehmen lassen.

Die Weibchen legen ihre Eier an die Zweige oder in die Astgabeln von Schlehen, wo diese den Winter überdauern. Erst im nächsten Frühjahr schlüpfen daraus die Raupen und beginnen an den frisch ausgetriebenen Schlehenblättern zu fressen. Die Falter erscheinen dann erst wieder im Spätsommer.

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Impressum | Letzte Änderung: 25. Juli 2011